Und wieder ein mal hat es eine
Samtpfote geschafft, bei Fam. Schwarz einzuziehen. Sina (Maine Coon)
Geb. 05.04.2010
Ne oder? Doch!
Heute beim Tierarzt, die erste Impfung. Tja, und das erste was wir
zu hören bekamen war: Oh! ein hübsches Mädchen! Äh wie bitte?
Mädchen? Ja ja, das ist ein Mädchen! Na toll, ich dachte ich krieg
einen Kater und nun haben wir noch ein Mädchen bekommen... So ganz
begeistert war ich nicht als ich das hörte, aber so ist es nun mal
und die kleine Sina hat unsere Herzen in kürzester Zeit
erobert. Mein Frau liebt die kleine über alles... ich natürlich
auch.
Eine kleine Quirlige Katze die uns Täglich ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Nach dem Tod von
Simba im Februar 2010 und Lukas im Mai 2010 hatten wir uns
versprochen, keine Katze mehr zu holen. Aber sehr schnell merkten
wir das Lea mit ihren zwei Jahren doch noch sehr verspielt ist. Mit
Simba und mit ihrem Bruder Lukas hatte sie immer so schön "Fang mich
doch" gespielt. Winni und Muzeline sind mit ihren 11 bzw. 10 Jahren
doch schon etwas ruhiger und haben es nicht mehr so dolle mit dem
Spielen. Und deswegen haben wir uns dann schließlich doch
entschieden ein Kätzchen zu holen. Und wie sich heraus stellen
sollte, war es die richtige Entscheidung.

Wie lange muß man Trauern?
Ich weiß es nicht. Eins steht aber mit Sicherheit fest: Simba und Lukas werden immer einen Platz in
unserer beider Herzen haben und ich denke sie würden uns das auch
nicht übel nehmen, das wir wieder ein ganz Junges Kätzchen geholt
haben. Der Tod gehört schließlich zum Leben. Ich habe lange
gebraucht um den Tod von Simba zu verarbeiten. Er war ein ganz
besonderer Kater, genau so wie Lukas. Und die beiden waren die ersten
Katzen die bei uns verstarben. Man verdrängt es immer, aber es gehört
dazu. Und der Schmerz über den Verlust des Tieres ist um so größer,
je intensiver man miteinander verbunden war.

Die kleine Sina, ist auch wieder ein ganz
außergewöhnliches Kätzchen. Wie wir zu ihm kamen, war schon sehr
eigenartig. In unsere Zeitung war zu lesen: Junge Siam Katzen zu
verkaufen. Es stand keine Handynummer dabei, was für mich schon mal
den Ausschlag gab, dort anzurufen. Meine Frau rief an und bekam die
Antwort das alle 4 schon weg sind. Schade! Aber die Frau am anderen
Ende der Telefonleitung meinte, das sie eine Freundin hätte, die
noch ein junges Maine Coon Kätzchen habe. Sie gab ihr die
Telefonnummer und meine Frau rief sofort an.

Ja, das Kätzchen ist noch da, sagte die Frau.
Noch am selben Tag vereinbarten wir ein Termin und fuhren hin.
Natürlich nahmen wir den Transportkorb gleich mit. Für alle Fälle,
sie wissen schon... Dort angekommen, die Tür ging auf und man
brachte den kleinen Knirps. Gab ihn meiner Frau auf den Arm und da
war es auch schon passiert. Meine Frau guckte mich an, mit dem Blick
den ich schon so oft bei ihr gesehen hatte. O.K. dachte ich. Es war
beschlossen und man unterhielt sich noch eine Weile. Ist es ein
Kater? Ja wurde uns bestätigt, es ist ein Kater! Im Laufe des
Gesprächs fanden sich immer mehr Tiere zusammen. Dort war ein
richtig kleiner Zoo im Haus. Hunde, Katzen, und auf einmal sah ich
etwas kleines Braunes mit einem hellen Halsband.

Ein kleiner Fuchs! Unglaublich! Er wurde
glaube ich, gefunden und wird jetzt groß gezogen von der Familie.
Und soll wieder ausgewildert werden, wenn es soweit ist. Wir kennen
so was nur aus dem Fernsehen. Und natürlich kein Fotoaparat dabei. Der
Fuchs war so zutraulich und ließ sich ohne Probleme auf den Arm
nehmen. Wahnsinn, wie viel Tierliebe steckt in einem Menschen der
einen Fuchs groß zieht. Die ganze Familie ist sehr Tierlieb und tut
alles für ihre Tiere. Ein Haus mit Tieren, ja, da ist Leben in der
Bude. Einfach nur Toll. Die Katzenmama von Sina lebt auch in der
Familie und hatte nur ein einziges Junges und das war die kleine
Sina...

So, da bekamen wir die kleine Sina nun mit
und verabschiedeten uns. Natürlich mit dem versprechen anzurufen,
wenn es irgendwelche Probleme mit der kleinen gab. Die einstündige
Fahrt nach Hause verschlief Sina. Das Autofahren machte sie
offensichtlich müde. Zu Hause angekommen, wurde die kleine gleich
mal aus ihrem Transportkorb entlassen. Sofort ging es sehr zaghaft
an die ersten Untersuchungsversuche der Wohnung. Alle anderen schauten erst mal
verdutzt auf das kleine wuselige etwas. Die erste die gleich mal auf
Tuchfühlung kam, war Lea. Aber mit einem leisen Fauchen. Winni hielt
sich erst mal bedeckt und zeigte der kleinen Sina, mit einem lauten
eindrucksvollen Fauchen: Hallo kleine Dame, hier bin ich der Chef!

Muzeline zeigte erst mal in einem größeren
Abstand kein Interesse. Die kleine Sina machte sich gleich mal auf
ins Bad um zu sehen was es da neues zu entdecken gibt. Wir stellten
ihr ein kleines Katzenklo hin, was sie auch sehr schnell benutzte.
Nur war das für einen Tag, denn schnell hüpfte sie auch immer
wieder ins große. Und das kleine wurde gar nicht mehr benutzt. Dafür nutzte
es der große Winni.... Und so verschwand es wieder von der
Bildfläche. Diese Erfahrung mußten wir schon so oft machen. Und die
kleine hat Power! Die schießt durch die Wohnung als hätte sie
"Hummeln" im hintern. Es kam die Zeit der
Raubtierfütterung am Abend... Alle bekamen
ihren Napf mit Futter. Sina durfte gleich mal mit den anderen
Speisen. Das verlief einigermaßen ruhig.

Nach dem Füttern war spielen angesagt. Es
wurden wieder Spielsachen hervorgeholt die lange in Vergessenheit
gerieten. Aber Sina war froh darüber, über so viele tolle Sachen mit
denen man spielen konnte... Und sie tat dies mit einer
Unbekümmertheit, als ob sie schon ewig hier sei. Alle anderen
schauten aus einer gewissen Distanz zu. Bis auf Lea, sie machte
immer wieder Anstalten zu Sina zu gehen um sie näher in Augenschein
zu nehmen. Sina allerdings wich ihr immer wieder aus. Na klar, kommt
so eine fremde große Katze, man weiß ja schließlich nicht was die
von einem will. Aber das Eis der beiden war am nächsten Tag schon
fast gebrochen.

Und die Nacht? wie verlief die erste Nacht?
Eigentlich ganz ruhig. Natürlich ist die erste Nacht für so ein
kleines Kätzchen aufregend. Fremde Umgebung, fremde Menschen und
zuletzt auch noch weitere Artgenossen. Natürlich war trotzdem alles
anders in dieser Nacht. Jeder von den anderen Miezen wollte schauen
wo die kleine schläft. Und man muß sie natürlich auch ganz genau
beobachten. Aber alles in allem war es eine ruhige Nacht. Ab und zu
mal aus irgendeiner Ecke ein zartes Fauchen, mehr aber auch nicht.
Der erste Morgen nach der Ankunft bei uns. Beim füttern, das war
schon etwas besonderes. Die kleine Sina, schlich ständig zwischen
den Beinen rum und umklammerte diese. So, als ob sie sagen möchte:
Hallo! bitte vergesse mich ja nicht, ich habe großen Hunger... Jeder hatte sein Schälchen und es war Mucksmäuschen still während
des Fressens. Sina schlich aber zu jedem mal kurz hin, um zu schauen
ob die anderen auch das selbe bekamen. Man weis ja nie so genau...

Die kleine ist ein Powerpaket! Warum? das
lesen sie demnächst...
Mehr Bilder von Sina gibt es übrigens auf der
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© Stephan Schwarz
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