Stachelmäuse? Jo, Stachelmäuse! Wie kommt man denn
nun zu so etwas? Katzen, Schlangen, Spinnen und Skorpione. Und nun das. Wer
jetzt denkt, gut die halten sich die Mäuse als Futter für die Schlangen, der
irrt sich gewaltig. Diese zwei munteren Gesellen sind nicht als Futtertiere
gedacht. Würde ich eine von den beiden an unsere Schlangen verfüttern, hätte das
Katastrophale folgen für mich.... Es fing damit an, das wir mal wieder im Zoogeschäft waren um
Katzenfutter zu kaufen. Als wir an den Käfigen vorbei kamen, wo diese kleinen
Possierlichen Nager drin saßen, war meine liebe Frau von diesen Wesen
fasziniert. Sie heben sich von den normalen Mäusen in vielerlei Hinsicht ab. Sie
sind einfach knuffiger und wenn sie sich an dich gewöhnt haben, kommen sie
freiwillig auf deine Hand. Stachelmäuse haben das gewisse etwas, was diese
kleinen Nager so besonders macht. Leider ist ihre Lebenserwartung mit 3-5 Jahren
nicht besonders hoch.

Es kam die Frage, die ich hoffte nicht zu hören. Kann ich
auch so zwei haben? Äh, wie was, wo. Das ist jetzt nicht dein ernst. Aber es war ihr
ernst. Also, wo setzt man die denn rein. Nun da gibt es mehrere Möglichkeiten.
Käfige mit Gitterstäben, gefielen uns beide nicht. Ideal wäre
ein Terrarium erklärte man uns. Gut, ein Terrarium also. Für zwei Mäuse wählten
wir eins mit den Maßen 60x45x60 (Länge x Tiefe x Höhe) Die von ExoTerra gefielen
uns am besten. Großer Vorteil: die beiden vorderen Scheiben lassen sich wie
Türen öffnen. Das erleichtert Reinigungsarbeiten ungemein. Und Glas lässt sich
immer noch am besten reinigen.

Noch ein paar Holzdekosachen mit eingepackt, das Terrarium,
Einstreu und schließlich zwei von den Stachelmäusen. Zu Hause das Terrarium
aufgestellt, Einstreu rein, die Deko aus Holz Positioniert und die kleinen
flinken Wesen konnten in ihr neues Heim. Mein Part war mal wieder der des
Elektroinstallateurs. Beleuchtungskasten montiert und das dementsprechende
Leuchtmittel eingeschraubt. Sicher, die meisten greifen zu den Handelsüblichen
Nagerkäfigen, die aus einer Plastikwanne mit aufgesetzten Gitterstäben bestehen.
Aber, zum einen sind die auch nicht gerade billig, im Gegenteil: die kosten
wirklich richtig Geld. Und zum anderen sind die irgendwie Potthässlich.... Lieber ein paar Euronen mehr ausgeben und
ein vernünftiges Terrarium. Fügt sich außerdem viel besser in die
Wohnungseinrichtung ein. Holzterrarium wäre wahrscheinlich am besten. Aber was
ja nicht ist, kann ja noch werden....

Denn die Tiere mögen es warm. Und da Wärme bekanntlich in
der Natur von oben kommt, wird als Wärmequelle eine Glühbirne mit 25 Watt
Leistung eingesetzt. Sie sorgt dafür, das am Tag eine Temperatur von 24 grad
herrscht. In den heißen Sommermonaten kommt es in den Gebieten, wo die Tiere
herkommen zu Tageshöchstwerten von 32 Grad. Nachts bleibt die Beleuchtung
natürlich aus. Und das Terrarium fällt auf Zimmertemperaturen. Die Beleuchtung
brennt 10 Stunden am Tag. Der Beleuchtungskasten ist natürlich außerhalb vom
Terrarium angebracht. Exoterra Terrarien sind da ja wirklich vorbildlich
gestaltet. Die Tiere dürfen auf keinen Fall mit irgendwelchen Stromführenden
Kabel in Berührung kommen.

Es gibt verschieden Arten von Stachelmäusen, die Europaweit
ziemlich weit verbreitet sind. Allerdings sind sie bei uns als Haustiere noch
nicht sonderlich bekannt. Erst jetzt gelangen hin und wieder Tiere in den
Handel. Es sind kleine Possierliche Wesen, die ihren haltern viel Freude
bereiten. Die am meisten bekannteste Art dürfte wohl die Sinai Stachelmaus sein.
Sie zeichnen sich durch ihre große Ohren und ihre großen Augen aus. Das Fell
fühlt sich stachelig, aber keines Wegs unangenehm an. Ich hatte anfangs
bedenken, wegen der Geruchsbildung, da ja normale Mäuse in der Regel sehr
Geruchsintensiv sind. Also nicht die Mäuse selber, sondern ihr Urin. Aber bei
den Stachelmäusen verhält sich das anders.

Vielleicht liegt es auch daran, das es zwei Weibchen sind.
Also was den Geruch angeht, gibt es da keinerlei Negatives zu berichten. Denn
wenn es Geruchtechnisch meine empfindliche Nase gestört hätte, dann müssten die
Mäuse das Feld räumen. In diesem Punkt bin ich sehr empfindlich.... Aber zum
Glück ging alles gut. Futter kann man ihnen so ziemlich alles anbieten. Neben Nagerfutter, sollten sie
auch frisches Obst und Gemüse bekommen. Hin und wieder auch mal ein Stückchen
Käse. Und als besonderes Leckerli für jeden eine Heuschrecke. Da fahren sie voll
drauf ab. Es ist schön ihnen beim rumwuseln im Terrarium zuzusehen. Die
Reinigungsarbeiten einmal die Woche gehen schnell von der Hand. Und jedes Mal
dürfen sie dann auf der Schulter der Zoodirektorin so lange spazieren und
zuschauen bis ihr Terrarium wieder sauber ist. Sie genießen das...

Tja, und unsere Katzen werden sie fragen, die stehen doch
auf Mäuse oder? Nun ja, es wird nur interessant wenn die Türen vom Terrarium
geöffnet werden. Dann könnte man ja vielleicht Glück haben und so ein kleines
Mäuschen vielleicht mal erwischen. Aber da ist ja immer die Zoodirektorin dabei.....
Wie auf dem einen Bild zu sehen, war unser Winni schon ganz nah auf
Tuchfühlung,... Und die eine Pfote wurde auch schon zum Schlag gehoben.... Es
passierte aber nichts. Muzeline ist da ganz anders, sie würde die kleinen Nager
am liebsten knuddeln oder so, denke ich mal, keine Ahnung. Sie macht jedenfalls
keine Anstalten, die kleinen irgendwie fangen zu wollen. Und unser Simba, ihm
ist das ziemlich wurscht, ich glaube der hat Angst vor Mäusen....
Zum Seitenanfang
© Stephan Schwarz
Impressum