Krankheiten

Diese Seite sei den Krankheiten der Samtpfoten gewidmet. Schön wenn sie immer fit und Gesund sind. Aber irgendwann wird sie vielleicht mal krank und ihre Menschen versuchen alles, damit es ihnen schnell wieder besser geht. Auch bei uns gibt`s die erste, die ihre Probleme hat. Und zwar Zahnprobleme. Damit hätten wir nie gerechnet. Gut, unsere Emely ist schon immer etwas eigen. Und welche Katze lässt sich schon gern ins Maul schauen. Alles fing vor 1Jahr an. Wir waren beim Impfen. Da meinte der Tierarzt sie hat sehr viel Zahnstein und entfernte diesen so gut es ging. Dies sei bei Katzen normal und man könne nicht viel dagegen tun. Denn einer Katze die Zähne putzen das geht wohl schlecht. Auch wenn sie viel Trockenfutter fressen, so ist dies noch lange keine Sicherheit, das durch die Reibung des Futters die Zähne nicht so befallen werden. Es ist einfach eine Tatsache, das Katzen sehr oft an diesem Problem leiden. Vor 4 Monaten ungefähr stellten wir wieder einen unangenehmen Geruch aus ihrem Maul fest. Ins Maul schauen ließ sie sich nicht. Und die Prozedur zum Tierarzt zu gehen, wollten wir ihr nicht antun. Da sie ja sowieso bald zum impfen musste.

Vorwürfe brauchen wir uns laut Tierarzt nicht zu machen. Als wir schließlich jetzt wieder zum impfen beim Tierarzt waren, untersuchte er die Emely gleich mal. Schaute unter anderem auch ins Maul. Er stellte fest das die eine obere Seite ziemlich rot ist, also das (Zahnfleisch). Dies sei schon bedenklich und man müsse da was tun. Er erklärte uns das die Katze eine Narkose bekommt und dann kann man die Stellen behandeln. Wir machten einen OP-Termin. Am Montag war es dann soweit. Natürlich müssen Tiere, wie wir Menschen wenn wir ne Narkose bekommen nüchtern sein. Dies ist besonders schwierig wenn man mehrere Tiere hat. Um so schwieriger die Tatsache, das der Tierarzt Operationen nur Nachmittags macht. Ab 15°° So lange muss das Tier nüchtern bleiben. Natürlich hat sie es nicht verstanden, das sie plötzlich früh wenn Futterzeit ist, von den anderen ausgeschlossen wird. Das fällt einem schon schwer. Vor allem wenn sie einen so traurig anschauen. Aber es muss halt sein. Gibt man den Tieren trotzdem was zu fressen, müssen sie es unter Umständen damit bezahlen, das sie bei der Narkose ersticken können.

Wir brachten sie hin und meine Frau wartete in der Zeit im Wartezimmer. Nach 1 Stunde durften wir sie wieder mit nehmen. Der Tierarzt erklärte uns, das 4 Zähne schon so stark befallen (große Löcher) waren, das er sie ziehen musste. Sicher man kann auch einer Katze die Zähne Plombieren aber dies ist sehr Zeitaufwendig und der Erfolg das so was längerfristig hält, ist fraglich. Er sagte, es gibt Tiere die bekommen nie Probleme mit den Zähnen und dann gibt`s welche die sind halt anfälliger. Aber eine Katze kann mit weniger Zähnen prima leben. Auch dann noch wenn sie fast keine mehr hat. Das ganze hat 54,-EUR gekostet. Zu Hause angekommen schlief sie noch. Aber ihre Augen waren weit geöffnet. Bei Tieren die Narkotisiert wurden ist das so. Es dauerte ungefähr ne Stunde bis sie langsam wach wurde. Wir brachten sie ins Schlafzimmer damit sie ihre Ruhe hat. Und wir wachten abwechselnd bei ihr. Sie wollte unbedingt zur Tür und hinaus. Aber die anderen würden sie bestimmt nicht in Ruhe lassen. Also beschloss ich sie auf den Schoß zu nehmen um sie zu beruhigen. Und ich hatte recht. Als ich mit ihr auf dem Sofa saß, war die Welt für sie wieder in Ordnung. Hörte sie doch die Geräusche die immer um sie rum sind. Und das beruhigte sie doch sehr.

Fressen durfte sie an diesem Abend nichts mehr. Aber sie hatte schon Hunger, was wir daran merkten das sie sich etwas später in die Küche zu ihrem Futterplatz schlich und suchte. Die Nacht verlief ruhig. Ich legte sie zu mir ins Bett, wo sie allerdings nicht lange blieb. Sie zog es vor, sich vor mein Bett auf den Boden zu legen. Wir bekamen noch Tabletten die wir ihr jeden Morgen unters Futter mischen sollten. Dies soll bewirken das die Entzündung und das Operationsfeld besser heilen können. Unser Winni kann's trotzdem nicht lassen, sie zu ärgern. Aber gestern hat er die Quittung bekommen. Sie hat sich zum ersten Mal richtig gewehrt und ihm eine gebatscht und zwar so stark das er direkt unter dem Auge eine kleine Verletzung hat. Macht nichts endlich hat sie sich mal richtig gewehrt. Soll ihm eine Lehre sein dachte ich. Pustekuchen.... 

Gerade wo ich diese Zeilen schreibe, Emely liegt hinter mir im Puppenwagen und döst. Plötzlich wieder dieses Fauchen von ihr. Und wer steht vorm Puppenwagen? Genau, der Winni in Lauerstellung. Jetzt hab ich ihn aber gescheucht. Dieser Stinksack.... Mit den beiden anderen gibt`s keine Probleme. Im Gegenteil, unsere Muzeline kam am Operationstag Abends gleich zur Emely und beschnupperte sie ganz vorsichtig und leckte ihr das Maul. Und Emely ließ sie gewähren. Und der kleine Simba, der spürt wohl das die Emely noch nicht so fit ist wie sonst und lässt sie in Ruhe. Jetzt zwei Tage nach der OP geht's ihr schon wieder ganz gut. Sie schläft halt viel, obwohl, sie schläft ja immer viel. Jetzt wünschen wir ihr, das sie erst mal vor weiteren Zahnproblemen verschont bleibt. Bei unserem Winni sind die Zähne in Ordnung.

Unsere Muzeline plagte schon länger das eine Ohr. Sie kratzte sich ständig, gepaart mit heftigem Kopfschütteln. Und als wir reinschauten, sahen wir in ein Ohr, in dem nur schwarz zu sehen war. Wir reinigten es ganz vorsichtig mit einem Wattestäbchen, was da raus kam war eigentlich gar nicht so recht zu beschreiben. Ich würde es als schwarzen Schmalz definieren. Wir gingen zum Tierarzt. Er untersuchte sie und meinte, er kann nichts außergewöhnliches feststellen. Verschrieb aber ein Mittel gegen Flöhe, die sie gar nicht hat? Schön, man bekommt was verschrieben für Flöhe, die das Tier gar nicht hat! Kosten 30,-Euro! Der Zustand besserte sich nicht, im Gegenteil es wurde immer schlimmer. Dann rief ich bei einem anderen Tierarzt an, um mit unserer Muzeline vorstellig zu werden. Der erste meinte: wollen Sie wirklich so weit (20 km) zu uns fahren? Ich dachte ich hör nicht richtig. Es kann doch dem egal sein, wie weit ich bereit bin mit meinem Tier zu fahren oder was? Beim nächsten sollte ich eine Woche warten auf einen Termin und beim dritten war die Stimme am Telefon schon so unfreundlich und unsympathisch, das ich richtig genervt war.

Ich hörte von einem Tierheilpraktiker ganz in unserer Nähe und wir beschlossen mit unserer Muzeline hinzugehen. Wir bekamen sehr schnell einen Termin und stellten uns mit Muzeline vor. In einem sehr intensiven Gespräch über das verhalten der Muzeline und so weiter, konnte sich der Tierheilpraktiker dann ein genaues Bild  von der Lage machen. Es stellte sich heraus, das sie eine Mangelerscheinung von was bestimmten hatte. Sie bekam dann von uns das was ihr fehlte auf anraten des Heilpraktikers. Außerdem bekam sie eine Woche später noch ein Medikament auf Naturheilbasis speziell fürs Ohr und innerhalb von 3 Tagen, war das Ohr wieder in Ordnung. Die Entzündung löste sich und floss als Schleim ab. Das Ohr war tief drinnen stark entzündet, und sicherlich hatte sie auch starke Schmerzen. Aber Tiere verarbeiten Schmerzen ja anders als wir Menschen. Sie jammern nicht wie wir, sondern legen sich irgendwo hin und schlafen. Was unsere Muze auch tat. Meistens hilft dieses Schlafen ja, aber in dem Fall nicht und unsere Muze brauchte Hilfe. Und die bekam sie dann auch, allerdings von ungewohnter Stelle. Es war die richtige Entscheidung, zu einem Tierheilpraktiker zu gehen. Hätte der Schulmediziner das nicht auch feststellen müssen? Wir werden uns in Zukunft genau überlegen, wo wir mit unseren Lieblingen hingehen, wenn sie mal wieder was haben....

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© Stephan Schwarz
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