Katzendiabetes

Es traf uns wie einen Schlag ins Gesicht!

Jetzt hat es ihn leider erwischt! Diabetes mellitus hieß die Diagnose beim Tierarzt. Vor 2 Monaten hatte er an einem Sonntag nur gewürgt und zwar immer wieder weisen Schleim. Als wir beim Tierarzt waren wurde festgestellt, das der Wert für den Zucker zu hoch ist und man das beobachten muß. Nach ein paar Tagen später, normalisierte sich der wert wieder. Winni trank sehr viel Wasser und hatte einen nicht endenwollenden Hunger. Jetzt ließen wir ein große Blutuntersuchung machen und es stellt sich heraus, das der Zuckerwert viel, viel zu hoch sei. Bei einer Katze ist der Normalwert bei 120 und bei einer aufgeregten oder gestressten Katze um die 190. Aber Winni hatte einen Wert um die 500!

Eile war geboten! Wir mußten sofort zum Tierarzt als das Ergebnis da war. Es bestand Lebensgefahr! Nein, nein bitte nicht unseren Winni krank werden lassen. Die Tierärztin nahm sich viel zeit für uns und klärte uns, soweit wir das Beurteilen können, über die Krankheit Diabetes mellitus auf. Er braucht Insulin und das zwei mal Täglich für den Anfang. Die Katzen können ganz gut damit leben erklärte man uns. Es wurde uns gezeigt wie man mit der Spritze umgehen muß und vor allem, wie viel er bekommen soll. Wir müßen jetzt vorerst einmal die Woche zum Tierarzt um das Blut zu testen und um zu sehen, wie das Insulin anschlägt und ob die Dosis verändert werden muß. Aber es gibt auch die Option das Blut selber zu Hause zu testen. Dafür braucht man aber ein Messgerät, was wir mittlerweile auch besorgt haben. Denn immer zum Tierarzt ist erstens immer mit Stress verbunden und mit Kosten um die 13,50 Euro pro Tier! Nicht das es uns unsere Samtis nicht wert wären, aber zu Hause zu testen bringt auch Vorteile und die Katze fühlt sich sicherer und entspannter. Und das man ein so genanntes Tagesprofil erstellen sollte, das wissen wir auch erst seit kurzem. Nur so hat man verschiedene Werte vom Tag und kann danach die Katze richtig mit Insulin einstellen.

Mit der Spritze umgehen klappte ganz gut, wenn gleich man ihn auch ein bisschen ablenken muß. Aber es geht gut. Man darf nur nicht so lange rummachen. Die Hautflanke im Flankenbereich mit Daumen und Zeigefinger greifen und diese leicht anheben und die Spritze dann setzen. Geht mittlerweile Ruck-Zuck. Sein durst verlangen hat sich schon wieder langsam gebessert. Und das Fressverhalten ist auch wieder in einen einigermaßen normalen Bereich gerutscht. Wie das jetzt alles weiter geht wissen wir selber noch nicht. Er steht im Moment unter Ärztlicher Beobachtung und das wichtigste für uns ist erst mal, das es ihm besser geht. Im Moment bekommt er zweimal am Tag seine Dosis Insulin im 12 Stunden Rhythmus. Bei dieser Krankheit ist der Körper nicht mehr in der Lage, seinen Blutzuckerspiegel zu Kontrollieren.

Und nicht genug damit das der Winni erkrankt ist, auch unseren Simba hat es mit dieser Krankheit auch voll erwischt! Wir schreiben September 2009, schon länger riecht der Simba wieder verdächtig aus dem Mund! Beim Tierarzt hieß es mal wieder: Entzündetes Zahnfleisch unten und die hinteren Backenzähne müßen wahrscheinlich entfernt werden. Na toll, schon wieder, der arme kleine Kerl. Er hatte auch in der Vergangenheit immer weniger gefressen! Zahnschmerzen plagten ihn doch sehr. Diesmal wurde die Zahn-OP Früh gemacht. Ich brachte ihn um 8:00 hin und gegen 12:00 können sie ihn wieder holen. Als ich wieder hinfuhr um ihn zu holen, sagte die Tierärztin: Ich mußte ihn zweimal mit Narkosemittel nachspritzen, er wollte absolut nicht in Narkose fallen. Er hat sich so gegen das Narkosemittel gewehrt, das sie ihm einfach mehr geben mußte! Das hatte zur Folge, das er von 12:00 an bis Abends gegen 20:30 schlief. Als er dann endlich so langsam wach wurde, suchte er meine Nähe und legte sich auf meinen Schoß. Ich muß sagen, das er sehr an mir hängt, eigentlich wie so eine Klette... Kein Schritt in der Wohnung ohne ihn... Als ich schlafen ging, nahm ich ihn mit. Das beruhigte ihn sehr und er schlief die ganze Nacht in meinem Bauchbereich unter der Decke.

Am nächsten Morgen, sah die Welt schon wieder etwas besser aus. Er war Hungrig und nahm ganz vorsichtig ein paar Trockenfutterstückchen. Danach verschlief er fast den ganzen Tag immer in meiner Nähe. Auch jetzt wieder wo ich diese Zeilen schreibe, liegt er auf meinem Schoß und genießt die Nähe von mir. Er ist einfach ein sehr sensibler kleiner Kater. Drei Zähne mußte er lassen. Unten hinten zwei Backenzähne und weiter in der mitte auch unten. Katzen können  prima mit weniger Zähnen leben. Hoffentlich bekommt er nicht so schnell wieder Zahnprobleme. Sein Appetit ist wieder voll intakt und er frisst wieder gut. Die Tierärztin meinte, das bei Katzen besonders unten die hinteren Backenzähne für große Zahnschmerzen sorgen. Und warum er immer wieder Probleme mit den Zähnen hat, dafür gibt es laut Tierärztin keine genaue Erklärung. Die einen haben diese Probleme und andere haben ihr ganzes Katzenleben keine sorgen mit ihren Zähnen.

Nach gut einer Woche hatte er sich von den Strapazen wieder erholt. Er verlor nur Zusehens an Gewicht! Er fraß gut (ausschließlich Trockenfutterfresser) aber es hatte den Anschein das er sehr schnell an Gewicht verlor. Ab zum Tierarzt, großes Blutbild machen lassen. Das wiegen beim Tierarzt machte uns nachdenklich. Er hatte immer ein Gewicht von um die 5,4 KG und die letzte Wiegung zeigte nur noch 4,1 KG an. Das war sehr bedenklich. Am nächsten Tag kam der Anruf. Simba habe auch Zucker! Geben sie ihm auch wie dem Winni zwei IE Can-Insulin, jeweils Morgens und Abends. Mehr bekamen wir nicht gesagt. Keine weiteren Daten oder Erklärungen des Blutbildes. Ob es noch andere Anzeichen gibt für eine eventuelle andere Krankheit. Jetzt haben wir zwei Katzen die der besonderen Fürsorge bedürfen. Das alles muß man erst mal verdauen und vor allem müßen wir lernen damit richtig umzugehen. Was bedeutet es für den Halter Zuckerkranke Katzen zu haben, wie Testet man zu Hause die Zuckerwerte, wie piekst man die Katze am besten um an einen Blutstropfen zum testen zu kommen und, und und. Welche Gerätschaften braucht man zum Testen?

Alles Neuland und man steht erst mal da und ist erst mal völlig Hilflos. Und viele Gedanken schießen einem durch den Kopf. Warum gerade unsere und noch dazu gleich zwei, die der Krankheit ausgeliefert sind. Viele Fragen und viele Gedanken. Von meiner Schwester bekam ich den Tipp von der Seite "Katzendiabetes.de". Da bin ich gleich mal vorbei gesurft und das war genau die richtige Anlaufstelle. Hier gibt es so viele Menschen deren Katzen das gleiche Schicksal ereilt hat, wie bei unseren beiden. Ich hab mich noch am gleichen Tag dort registriert und uns wurden auch in kürzester zeit schon die ersten Hilfestellungen gegeben. Mit der Krankheit "Diabetes können wir mittlerweile sehr gut umgehen. Und Simba und Winni sind sehr gut auf das Insulin eingestellt.

Wir nahmen bei Simba immer wieder einen ziemlich üblen Mundgeruch wahr, wenn er auf dem Schoß lag und manchmal gähnte. Beim Tierarzt erklärte man uns, er hat oben stark entzündetes Zahnfleisch und zwei Zähne seien so in Mitleidenschaft gezogen das diese raus müssten. Was muß das muß, Alternativen gibt es da keine. Also brachten wir in hin um dieses notwendige Übel beseitigen zu lassen. Er vertrug die Narkose diesmal wieder nicht gut! Und mußte immer wieder nachgespritzt werden, da er nicht schlafen wollte. Ich bekam ne Krise. Wieder dauerte es ewig, bis er aufwachte. Wir mussten ihm noch eine Woche lang Antibiotika geben, damit die entzündlichen Stellen ganz abschwellen. Und später erfuhren wir, das er Langzeitkortison gespritzt bekam. Das ist wahrscheinlich auch der Auslöser für das Diabetes gewesen. Beweisen läßt sich das natürlich nicht... Jetzt ist erst mal ruhe mit den Zähnen und dem Zahnfleisch bei dem kleinen Simba und wir hoffen das es auch so bleibt. Dachten wir jedenfalls. Er riecht im Moment nicht mehr aus dem Mund und das fressen geht auch besser. Tja, trotz das er nur Trockenfutter frisst, hat er Zahnprobleme. Liegt vielleicht auch einfach in der Natur mancher Katzen und die Ursachen dürften nur schwer zu erkunden sein. Aber damit nicht genug, jetzt hatte er schon wieder eine Zahnoperation und vor gut einer Woche bekamen wir auch für ihn die Diagnose: Diabetes mellitus!

Leider roch er schon nach c.a. zwei Wochen wieder aus dem Mund! Wieder zum Tierarzt. Die Ärztin meinte nur das sie "Forl" ausschließen könne! Sie machte nicht mal Anstalten den Simba Röntgen zu wollen. Woher weiß sie das so genau? Ohne Röntgen kann man das nicht sehen, das wurde uns später in der Tierklinik gesagt... Als ich dann im Internet etwas genauer nach diesen Symptomen forschte, kam immer mehr zum Vorschein, das Simba eine Chronische Stomatitis bzw. die Krankheit "FORL" hat. Und bei der Tierärztin wo wir die ganze Zeit mit unseren Samtpfoten waren, schien mir nicht der richtige Anlaufpunkt für dieses Situation. Die Entscheidung nun doch in eine Tierklinik zu gehen, war die richtige Entscheidung! Die Tatsache das Simba vielleicht doch die Krankheit „FORL“ hat, wollten wir, ich gebe es ja zu, verdrängen und nicht so recht wahr haben.

 

Zuerst aber waren wir beim Tierheilpraktiker mit Simba. Er wurde gründlich unter die Lupe genommen und nach 90 Minuten stand für die Tierheilpraktikerin fest: Simba hat Schmerzen im Wurzelbereich seiner Zähne! Organisch sei bei ihm alles in Ordnung. Sie wollte das wir mit ihm erst mal zum Röntgen gehen um sehen zu lassen, was da genau Sache ist. Ich denke mal das es trotzdem eine gute Entscheidung war dahin zu gehen. Nach dem wir diese Diagnose bekamen rief ich sofort in der Tierklinik an, um einen Termin zu machen. Den bekamen wir auch ziemlich schnell. Am Tage der Röntgenuntersuchung, soll Simba Nüchtern sein und wir sollen ihm die halbe Dosis von der momentanen Dosis Insulin geben. Die Fahrt in die Klinik dauerte 50 Minuten und war für unseren Simba nicht gerade toll. Aber da mußten wir durch.

Dort angekommen, wir waren pünktlich um 7:30 da, mußten wir gleich das Anmeldeformular ausfüllen. 20 Minuten später traf auch die behandelnde Ärztin ein. Wir wurden gleich ins Sprechzimmer gebeten. Ich brachte die Tabelle mit den Blutzuckerwerten mit und das große Blutbild von Simba. Sie schaute sich die Tabelle sehr genau an und meinte schließlich: Also, wie ich das sehe sind die Werte vom Simba schon wesentlich besser geworden und er hat große Chancen, vom Diabetes wegzukommen! Das ist aber jetzt erst mal auch von dem Zahnröntgen abhängig, was da genau dabei herauskommt. Sie fragte noch nach was er denn so in der letzten Zeit alles gespritzt bekommen hat. Ich antwortete: Langzeitkortison. Ohha, meinte sie nur. Sie umschrieb den Satz: (Wahrscheinlich wurde er durch die mehrmalige Kortisongabe ins Diabetes gespritzt) sehr schön.... Sie erklärte uns das es Sinn macht, erst mal eine Ultraschalluntersuchung zu machen, um eventuelle Organische Probleme auszuschließen. Wir willigten ein. Er bekommt jetzt eine kleine Injektion und schläft dann ziemlich schnell ein.

 

Ich erklärte meine bedenken, wegen der letzten Hammernarkose, weil er da so lange schlief und fast 9 Stunden brauchte um wieder klar zu werden. Ich fragte ob ich so lange bei ihm bleiben darf bis er schlief. Die Antwort kam schnell: Aber natürlich! Sie dürfen auch beim Ultraschall dabei sein. Ich hielt ihn fest und die Tierärztin verabreichte ihm den kleinen Pieks zum schlafen. Sofort nahm ich ihn auf den Arm und er fühlte sich sicher bei mir. Es ging in ein kleine Vorzimmer zum Ultraschallraum. Wir hatten uns gerade hingesetzt, da merkte ich schon wie sein Hinterteil absackt. Oh Gott, es ist soweit er schläft gleich und im selben Moment sackte auch sein Kopf immer weiter ab. Ein saublödes Gefühl, wenn du merkst deine Katze nickt gleich ab. Ich gestehe, ich hatte Tränen in den Augen...

 

Im Ultraschallraum wurde er auf den Rücken gebetet und man begann sogleich mit der Untersuchung. Nach nicht einmal 10 Minuten wurde uns erklärt, das Organisch alles in bester Ordnung sei. Wunderbar dachten wir, das ist schon mal sehr gut. Die Tierärztin erklärte uns, da sie ihn jetzt zum Röntgen mitnimmt und dann entscheidet was sie bei ihm macht. Sie können jetzt gut eine Stunde gehen und mal einen Kaffee trinken. Immer noch sehr angespannt und schweren Herzens gingen wir ins Städle und tranken unseren Kaffee. Aber beide waren wir mit den Gedanken ganz woanders. Wir gingen danach auch gleich wieder zurück in die Klinik und warteten auf eine gute Nachricht von der Ärztin. Nach c.a. 90 Minuten kam sie und holte uns. Es ging in einen Raum wo die Röntgenbilder vom Simba schon vorbereitet waren. Sie erklärte uns genau was jetzt der kleine Kerl hat.  Das Bild rechts mit den Pfeilen, gibt es noch mal auf der Fotogalerieseite in groß zu sehen.

 

Also, der Simba hat die Krankheit „FORL“ und wir mußten leider fast alle Zähne ziehen! Ich atmete tief durch. Die Ärztin erklärte uns alle sehr genau. Und sie erklärte es so, das wir es beide auch sehr gut verstanden. Da er ja schon zwei Zahn-OP`s gehabt hat und dadurch ja schon Zähne verloren hatte, blieben jetzt noch 8 Zähne zum ziehen. Die vorderen Reiszähne oben und unten und der jeweils danebenliegende Zahn durften drin bleiben, denn die sind intakt, meinte sie. Ferner erklärte sie uns, das er ein Antibiotika gespritzt bekommen hat, das für 10 Tage anhält. Außerdem hat sie ihm die betroffenen Stellen, wo die Zähne gezogen wurden, das Mittel Interferon direkt hineingespritzt. Das müssten wir auch noch zweimal machen. Sie vertraut uns da, weil sie der Meinung war, wir können das. Natürlich nicht wie sie das bei der OP gemacht hat direkt ins Maul, sondern wie bei einer Insulingabe in eine Hautfalte.

 

Jetzt kriegt er in den nächsten zwei Wochen von uns dieses Interferon gespritzt. Und in 2 Wochen müßen wir noch mal mit Simba hin, sie möchte ihn noch ein mal sehen und einfach schauen wie es ihm geht. Es war immerhin ein nicht gerade kleiner Eingriff. Heute Abend dürfen sie ihm schon etwas zu fressen geben, aber bitte vorher zu Brei machen, damit er es besser aufnehmen kann, nach so einer OP. Wir bekamen noch vier fix und fertig aufgezogene Schmerzspritzen mit, die wir ihm bei bedarf geben dürfen. Am Abend sahen wir keinerlei Grund ihm eine Spritze zu geben. Beim Aufwachen durften wir dabei sein und die Tierärztin sagte, sie dürfen erst gehen wenn er richtig gut munter ist. Das muß er irgendwie gehört haben. Denn nach bereits 5 Minuten unseres Erscheinens streckte er bereits den Kopf sehr neugierig nach oben. Natürlich immer noch etwas schlaftrunken. Aber das ist ja normal. Die Tierärztin erklärte uns das er das Narkosemittel Propofol bekommen habe. Ich guckte sie etwas fragend an, und sie erwiderte gleich darauf: das ist auch dieses Mittelchen das Michael Jackson sich hat spritzen lassen um zu schlafen. Ahja, alles klar sagte ich. Es ist sehr gut verträglich und man gibt immer gerade soviel, wie im Moment benötigt wird. Deshalb ist auch die Aufwachphase recht schnell.

Nach dem Simba dann endlich soweit fit für die Heimreise war, zahlten wir noch die Rechnung in Höhe von 397,-Euro und bekamen auch die Befunde mit. Und obendrein gab es noch eine CD-ROM mit seinen Röntgenbildern. Der Hauptanteil der Rechnung waren die Ultraschalluntersuchung mit 80,-Euro und das Röntgen mit 107,-Euro. Ab ins Auto und Heim. Im Auto bei der Heimfahrt war alles im grünen Bereich, es kam nur ab und zu mal ein zaghaftes Miau und er streckte immer wieder mal sein Köpfchen aus dem Transportkorb. Zu Hause angekommen sprang er gleich aus dem Korb und schlich zu dem Trinknapf. Schleckte ordentlich Wasser und sucht im Anschluss das Katzenklo auf um sein kleines Geschäft zu machen. Danach schaute er kurz in jedes Zimmer, alles klar nichts hat sich hier verändert und ich kann endlich meinen Rausch ausschlafen... Es ist Fressenszeit und Simba kam wie immer an seinen Platz um fressen zu wollen. Der Brei wurde angerichtet und er nahm sehr schön das Futter auf. Zwar nur ein kleine Portion aber das ist völlig in Ordnung. Anschließend bekam er sein Insulin und er legte sich zu mir und schlief in seiner gewohnten Pose auf meinen Beinen. Als Schlafenszeit war, nahm ich ihn wie immer mit und er legte sich neben mich. Und so verbrachte er die ganze Nacht dicht neben mir schlafend.

Heute Morgen hatte er keinen Bock zum aufstehen und ich ließ ihn auch liegen, er macht den Eindruck das er Schmerzen hatte. Und so bekam er von mir eine Schmerzspritze. Das war gut so, denn nach einer Stunde wurde er dann munterer und kam und wollte was fressen. Schön, ich testete ihn erstmal und war Happy über seinen MPRE: (286) Er bekam wieder sein Breifutter und anschließend sein Insulin. Aber in der Dosis etwas weniger. Gleich darauf verschwand er auf seinen Lieblingsplatz und schläft. Und das ist auch gut so. Er soll sich gesund schlafen.

Zum Tierheilpraktiker zu gehen ist eine Möglichkeit, wenn die Katze Probleme mit den Zähnen hat, aber es sollte ein guter Tierheilpraktiker/Praktikerin sein die, wenn sie nicht sicher ist, den Patienten erst mal in die Schulmedizin schickt. Und da hatten wir genau die richtige erwischt. Abschließend möchte ich es noch mal betonen. Wir haben deshalb, da Simba in den falschen Tierarzthänden war, auch den Tierarzt gewechselt. Zwar nicht die Tierklinik wo er Operiert wurde, den das ist zu weit weg. Nein hier bei uns in der Region. Und da sind wir jetzt mit all unseren Samtis sehr gut aufgehoben.

Denkt bitte daran, die kranken Zähne bei Katzen bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit und müßen dementsprechend in einer guten Klinik behandelt werden. Wir haben unsere Lektion in jedem Fall gelernt und sind froh, das Simba nun endlich von seinen Zahnschmerzen befreit ist. Und jetzt beginnt für ihn die wichtige und erforderliche Aufbauzeit die wir in Zusammenarbeit mit der Tierheilpraktikerin machen. Wenn ich bedenke das er immer nur Trockenfutter genommen hat und zwar mengen von ungefähr 70-100 Gramm! Simba geht es mittlerweile ausgezeichnet. Kein gerötetes Zahnfleisch mehr, kein Mundgeruch mehr. Er hat sehr guten Appetit und frisst Morgens und Abends c.a. 200 Gramm Naßfutter. Denn Trockenfutter bekommt er wegen seiner Diabetes nicht mehr. Zum Glück klappte die Umstellung von Trockenfutter auf Naßfutter sehr gut. Denn er war ein ausgesprochener Trockenfutterfresser. Noch dazu ein so genannter "Nibbler" Das heißt: er wollte immer ständig Zugang zu Trockenfutter haben. Aber es lässt sich alles mit viel List und Tücke Trainieren! Seine BZ-Werte sind auch soweit in Ordnung und er ist sehr gut auf das Can-Insulin eingestellt. Trockenfutter ist übrigens für Katzen die an Diabetes erkrankt sind nicht förderlich, aber das ist ein anderes Thema.... Die Tatsache das er fast keine Zähne mehr hat, stört ihn in keinster Weise, auch nicht beim fressen. Sieht man ihm beim fressen zu, würde man nie glauben, das ihm fast alle Zähne fehlen. Wir wundern und freuen uns Täglich über seinen ausgesprochenen guten Appetit. Alles schien in bester Ordnung zu sein...

Am 28.02.2010 um 8:30 verließ er uns...

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