Alltag

Der Alltag mit Katzen ist jeden Tag eine neue Bereicherung des Täglichen Lebens. Immer wieder muss man feststellen das das Leben mit Katzen sehr angenehm sein kann. Sie sind immer gut gelaunt, im Gegensatz zu uns Menschen. Sie kommen auch dann zu einem, wenn wir Menschen schlecht drauf sind. Und das baut uns doch immer wieder auf. Wir haben jetzt 6 Samtpfoten und sind sehr froh darüber. Zwei von ihnen sind vom Tierheim. Winni und Muzeline sind vom Tierheim, Emely und Simba sind von Privat. Lea & Lukas sind ebenfalls vom Tierheim. Und jeder von ihnen hat so seine eigene Art. Da ist unser Kater Winni, jetzt 10 Jahre alt. Wir bekamen ihn da war er 5 Monate. Er ist schon was ganz besonderes für uns.

Besonders deshalb, weil es ein ganz sanftmütiger Kerl ist. Er schnurrt so laut und so intensiv, das habe ich noch nie bei einer Katze gehört. Und er ist auch sehr eigen. Er mag es nicht, wenn die Katzentoilette voll ist. Er meckert auch wenn ihm was nicht passt. Er läuft dann durch die Wohnung und meckert. Aber er ist auch ein großer Angsthase. Wenn`s draußen blitzt und donnert kriegt er die Krise und verkrümelt sich in eine Ecke. Das gleiche wenn es stark regnet und sehr Windig ist. Dann vergisst er auch auf das Katzenklo zu gehen. 

Er hält es dann lange, lange an. Und wenn er dann geht, ist das halbe Katzenklo voll. Er liebt es, wenn man mit ihm mit der kleinen Stoffmaus spielt. Das ist immer wieder aufs neue spannend. Und er gewinnt immer.... Er denkt immer man vergisst ihn beim Füttern und deshalb fängt er schon mal früh an sich zu melden bevor es jemand vergessen könnte. Will er auf den Arm genommen werden, schleicht er ständig um einen herum und meckert. So was muss man erst mal rausfinden. Er kratzt nicht an Möbel, Tapeten, oder Polstermöbel. 

Unsere Samtpfoten haben ihren eigenen Trinkbrunnen.... Die Idee kam als ich immer wieder feststellen mußte, wie gern sie aus dem Aquarium tranken. Nur war es für die Katzen sehr umständlich dahin zu kommen. Das Aquariumswasser ist wesentlich besser von den Wasserwerten. Das soll heißen, wir haben hier in Niedernhall leider ein sehr hartes Wasser, mit einem sehr hohen PH-Wert. Die Gesamthärte beträgt 35! und der PH-Wert liegt bei 9! Das kleine Becken für die Miezen wird mit Osmosewasser gemischt im Verhältnis: 2 zu 1, zwei Teile Osmosewasser und ein Teil Leitungswasser. Die Werte pendeln sich bei Gesamthärte um die 10 ein, und der PH-Wert liegt bei 7 bis 7,5 das sind Optimale Bedingungen für Trinkwasser unserer Samtis.

Die Brunnen die es fertig zu kaufen gibt für Katzen, von 22 bis c.a. 60,- Euro gefallen mir nicht. Außerdem entstehen Folgekosten für Kohlepatronen und / oder Filterpatronen  Die teuren Filter müßen sein, denn sonst verkalkt in kürzester Zeit die kleine Pumpe! Also war der Gedanke nahe liegend ein kleines Aquarium aufzustellen. Nur für die Miezen... 40cmx25cmx25cm = 25 Liter. Kies rein, einen kleinen Innenfilter und echte Wasserpflanzen. Kostenpunkt: 60,-Euro. Keine Folgekosten! Filterpatrone (Schwamm) wird 3-4 mal im Jahr unter Lauwarmen Wasser gespült. Das ist alles!  Dafür gibt es jetzt immer sauberes und klares Wasser für die Katzen. Es steht auf einem kleinen Schränkchen und daneben gleich ein Hocker, so das sie bequem daraus trinken können. Der Innenfilter ist so angebracht, das die Wasseroberfläche ständig in Bewegung ist, das verhindert, das sich eine Kahmhaut bildet. Einen effektiveren Trinkbrunnen für Katzen gibt es nicht. Und zu gucken gibt es auch was. Und wenn es nur ein paar herumtreibende Pflanzreste sind. Fische kommen keine rein, denn so bleibt das Becken immer sauber und klar.

Unsere Muzeline ist ein richtiger kleiner Sausewind. Liebt jeden und alles. Ist jetzt 9 Jahre alt und wir bekamen sie aus dem Tierheim da war sie gerade mal 8 Wochen jung. Nur eine Handvoll und sie wurde liebevoll groß gezogen. Das erklärt wahrscheinlich auch, das sie so an uns hängt. Man kann nirgends in der Wohnung hingehen ohne das sie nicht hinterher kommt. Und am liebsten spielt sie mit dem Winni. Sie beobachtet die Fische im Aquarium sehr aufmerksam. Sie kann mit dem Winni gut und mit der Emely. Auch mit dem Simba kommt sie ganz gut zurecht. Sie hat keine schlechten Angewohnheiten. Und ist wirklich ein ganz liebes kleines zierliches Kätzchen. 

Tja, und da gibt's noch unsere Emely. Sie ist auch eine ganz außergewöhnliche Katze. Wir bekamen sie da war sie 10 Wochen. Nach anfänglichem Beschnuppern mit Winni gingen beide sich erst mal aus dem Weg. Er versuchte zwar immer wieder sie zu jagen, aber sie war so flink das sie ihm immer wieder entkam. Nach ca. 2 Wochen kehrte ruhe ein. Und nach weiteren 2 Monaten waren die beiden ein Herz und eine Seele. So als ob es nie anders gewesen ist. Sie ist eine sehr ruhige Katze, die den ganzen Tag lang nur irgendwo faul rumliegt. So Garfield mäßig halt. Fordert ihr recht wenn sie Hunger hat. Und sie bestimmt wann Streichelzeit ist. Fremde mag sie überhaupt nicht. Wenn`s klingelt ist sie auf und davon und verkrümelt sich so lange bis der Besuch weg ist. Sie ist gern in der Küche und schaut gern zu wenn Essen zubereitet wird. Die Fische im Aquarium langweilen sie nur.

Da hat sie keinen Sinn für. Erst seit einem Jahr, als wir die Muzeline geholt haben, kommt sie nicht mehr mit dem Winni klar. Und er nicht mit ihr. Er versucht sie immer zu schlagen. Er schleicht sich immer von hinten an, hebt die Pfote und zack, hat sie eine. Sieht sie ihn, fängt sie an zu fauchen und knurren. Sie gehen sich im großen Bogen aus dem Weg. Komisch ist nur, das Morgens kurz vorm Aufstehen, wenn sie beide bei mir auf dem Bett liegen sie sich nichts machen. Im Gegenteil da beschnuppern sie sich auch schon mal. Aber mehr ist nicht. Ob es  jemals wieder anders wird wissen wir nicht. Sie sind übrigens alle sechs Kastriert.

Simba ist ja unser jüngster im Bunde. Über ihn wundern wir uns jeden Tag aufs neue. Ein lieber sanftmütiger kleiner Quirliger Kerl. Der ein ganz besonderes Wesen hat. Er liegt einfach nur auf deinem Arm und du bist Glücklich. Eine kleine Macke hat er allerdings. Er geht freiwillig ins Wasser. Sobald er das Wasser im Bad rauschen hört, ist er da und will rein. Wäscht man sich schnell mal die Hände, schwupp`s aufs Klo und mit einem Satz auf das Waschbecken. Badet man, sitzt er auf dem Rand und will rein. Lässt man das Wasser dann ab und passt nicht auf, geht er zum Kopfteil und rutscht hinein....

Wer sich wirklich mit Katzen beschäftigt, der wird sehr schnell feststellen, das es sehr eigenwillige Wesen sind. Plötzlich sucht man seine Lieblingssocken und findet sie in der Kammer in der letzen Ecke. Auch Gegenstände wie z.B.. Kugelschreiber oder ähnliches sucht man plötzlich vergebens. Letztens wollten wir unterm Sofa Staubsaugen. Als das Sofa weggerückt war, staunten wir nicht schlecht. 5 Kulis, 2 Hände voll mit Hydrokultursteinen, Papierschnipsel usw. Die Muze z.B.. angelt sich gern die Hydrosteinchen und spielt damit. Tja und letztendlich landen sie dann unterm Sofa.

Unsere spielen am Liebsten mit Tischtennisbällen. Aber am schönsten ist es wenn sie miteinander rumtollen. Noch was zu den Schlafgewohnheiten. Meine Frau hat sich eingebildet, unbedingt so einen Puppenwagen zu besorgen, für unsere kleine Emely. Ich sagte, es ist nicht gesagt das sie dann da auch reingeht (und auch schläft). Aber meine Frau ließ sich von dem Gedanken nicht abbringen. Es dauerte nicht lange und so ein Teil war gefunden. Und wirklich von Anfang an ging die kleine da rein um zu schlafen. Vor allem Nachts. Ich sehe schon wie Sie jetzt schmunzeln....

Aber jeder hat doch so seinen Tick, oder? Auf den Balkon dürfen sie auch, aber immer unter Beaufsichtigung. Nach einer gewissen zeit wollen sie dann von alleine wieder rein. Sie sind es halt so gewohnt. Im Moment wo ich diese Zeilen schreibe, liegen sie beide auf dem Korbsessel (steht neben dem Computertisch) und schlafen beide umschlungen. Ein wirklich schöner und friedlicher Anblick. Wenn man den richtigen Bezug zu Katzen hat, wird man auch feststellen, das sie einen sehr wohl verstehen und sich mit ihrem Menschen unterhalten.

Ob sie natürlich das "Nein" (nicht auf den Tisch) auch beherzigt ist eine andere Sache. Denn gerade dieses nein ist für eine Katze so Wahnsinnig interessant. Was mich aber am meisten fasziniert, ist die Tatsache das Katzen nicht bestechlich sind. Und damit muss der Mensch lernen, umzugehen. Es liegt in der Natur dieser Stubentiger, alles was neu ist zu untersuchen. Katzen nehmen auch Geräusche viel früher und intensiver war. Wir wohnen im 2 Stock, wenn ich unten zur Haustüre reinkomme, spüren sie es schon und warten schon vor der Wohnungstür. Auch der Orientierungssinn bei Katzen ist sehr ausgeprägt. Es wurde schon von Katzen berichtet, die über viele Kilometer wieder den Weg nach Hause fanden. Es sind Tiere die ihrem Menschen sehr viel Freude bereiten. 

Und es sei an dieser Stelle einmal gesagt. Wenn sie sich eine Katze holen möchten, dann nehmen sie gleich zwei. Die Gründe sprechen einfach für sich. Und die Katze langweilt sich nicht, während ihr Mensch auf der Arbeit ist. Und gehen Sie mal ins Tierheim, bevor Sie sich die Katze holen. Die vielen Tierheime sind voll mit Stubentigern. Und ich denke gerade diese Samtpfoten danken es einem am meisten wenn man sie da raus holt. Sicher, eine kleine Katze mit 12 Wochen ist immer drolliger als eine bereits ausgewachsene. Aber in einem halben bis dreiviertel Jahr ist auch diese Katze groß! Sehen Sie sich unseren Winni an, ist das nicht ein Edler Kater. Und er ist ein ganz lieber, sanftmütiger Kerl.

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